Chapitre Deuxième. Les Musiciens au temps de la Réforme

Frau Musika

‘ Martin Luther
Eisleben, 10 novembre 1483
Eisleben, 18 février 1546

Für allen freuden auff Erden
Kan niemand kein feiner werden,
Denn die ich geb mit meinem Singen
Und mit manchem süssen Klingen.
Hie kan nicht sein ein böser Mut
Wo da singen Gesellen gut,
Hie bleibt kein Zorn, Zanck, Hass, noch Neid
Weichen muss alles Hertzeleid ;
Geiz, Sorg und was sonst hart anleit
Fert hin mit aller Traurigkeit,
Auch ist ein jeder des wohl frey,
Das solche Freud kein Sünde sey,
Sondern auch Gott viel bass gefällt
Denn alle Freud der ganzen Welt
Dem Teufel sie sein Werck zerstört
Und verhindert viel böser Mörd.
Das zeugt David, des Königs That,
Der dem Saul oft gewehret hat
Mit gutem süssem Harfenspiel,
Dass er nicht in grossen Mord nicht fiel.
Zum göttlichen Wort und Wahrheit
Macht sie das Hertz still und bereit.
Solchs hat Eliseus bekannt
Da er den Geist durchs Harffen fand.
Die beste Zeit im jar ist mein,
Da singen alle Vögelein,
Himel und erden ist der vol,
Viel gut Gesang da lautet wohl.
Voran die liebe Nachtigal
Macht alles frölich überal
Mit irem lieblichem Gesang,
Des muss sie haben immer danck,
Vielmehr der liebe Herre Gott,
Der sie also geschaffen hat,
Zu sein die rechte Sengerin,
Der Musicen ein Meisterin.
Dem singt und springt sie tag und nacht
Seines lobs sie nichts müde macht ;
Den ehrt und lobt auch mein gesang
Und sagt im ein ewigen danck.
’