Chapitre Quatrième. Les Musiciens au temps de la guerre de Trente Ans

Neujahrsode

‘(1633)

Paul Fleming
Hartenstein, 5 octobre 1609
Hambourg, 2 avril 1640

Kann es sein, so gib uns Rast,
Der du alles kannst und hast !
Friedefürst bist du gennant ;
Bring du uns doch Frieden-Stand !

Und, ihr Feinde, gebt es zu,
Setzet euch mit uns in Ruh,
Daß wir bei der letzten Zeit
Stehn in sichrer Einigkeit !

Denket, daß der Friede nährt,
Denket, daß der Krieg verzehrt,
Denket, daß man doch nichts kriegt,
Ob man schon auch lange siegt !

Stelle deine Schlachten ein,
Mars, und lerne milder sein !
Tu die Waffen ab und sprich :
Hin, Schwert, was beschwerst du mich !

Dieser Helm wird nütze sein,
Daß die Schwalben nisten drein,
Daß man, wann der Frühling kömmt,
Junge Vögel da vernimmt.

Und der brachen Erden Bauch
Darf der Spieß’ und Degen auch,
Doch daß sie sehn anders aus :
Pflug und Spaten werden draus.

Tritt, was schädlich ist, beiseit !
Hin, verdammte Pest und Streit !
Weg ihr Sorgen, weg Gefahr :
Itzund kommt ein neues Jahr !
’